Nathansbratens Blog

Bloggen zwischen Tür und Angel

Zusammenarbeit mit der Polizei und der Datenschutz

Manchmal kommt man in meinem Beruf (Community Management) nicht daran vorbei, dass Verhalten eines Community Mitglieds bei der Polizei zu melden oder auch Anzeige zu erstatten. Das mag der Selbstmord gefährdete Spieler oder wie, weshalb mir dieser Beitrag auch in den Fingern brennt, ein Spieler der offensichtlich versucht Kinder (Mädchen im Alter von 13 / 14 Jahren) erst zu virtuellen, Sexuellen Handlungen zu überreden um im nächsten Schritt den Versuch zu starten die Adresse zu erfragen.

Selbstverständlich wurde dies zur Anzeige gebracht und unser Team versucht in einem solchen Fall umgehend alle Daten zu sichern und auszuwerten welche zur Ergreifung der Person hinter dem, leider sehr Anonymen, Account führen könnten. Dennoch macht es uns das aktuelle Datenschutz-Gesetz hier wirklich nicht einfach. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin weder ein Fan der Vorratsdatenspeicherung, noch bin ich dafür alle Nutzer des Internets permanent zu überwachen. Eine (vom Datenschutzbeauftragten des Bundeslandes) verordnete Speicherdauer von 7 Tagen führt jedoch regelmäßig dazu, dass wir keinerlei Auskunft mehr geben können. Die Daten sind schließlich nach sieben Tagen nicht mehr verfügbar / gelöscht.

Bin ich der einzige der die Meinung vertritt, dass abhängig von Nutzerzahlen und registrierten Benutzern auch eine längere Speicherdauer vollkommen in Ordnung ist? Ich meine wir reden hier von Straftätern. Menschen die Unternehmen um Geld betrügen oder im schlimmsten Fall, so wie zuletzt, offensichtlich eine Neigung verspüren sich an Kindern zu vergehen.

Mich stimmt die ganze Sache sehr nachdenklich und ich hoffe, dass sie diesen *hier das schlimmste Schimpfwort eintragen welches dir einfällt* erwischen!

4 Kommentare

  1. Das ist wie immer ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist es richtig das die Daten mehr als sieben Tage zu speichern um solchen Leuten irgendwie auf die Spur zu kommen andererseits speicherst du damit auch die Daten von allen anderen die noch nie und niemals etwas getan oder tun werden.

    Das ist das gleiche wie bei der VDS auch wir speichern alles von allen egal ob sie was tun oder nicht.

    Anstelle die Daten länger zu speichern ist die Verkürzung der Reaktionszeit bis zu Anzeige in diesem Fall eigentlich die bessere alternative so kann umgehen gehandelt werden und Daten müssen nicht länger als nötig vorgehalten werden.

  2. Im Schnitt kommt die Anfrage nach Daten erst einen bis zwei Monate nach dem eigentlichen Betrug / dem eigentlichen Vorfall. Eine reale Chance, dass es in Zukunft schneller passiert sehe ich da nicht.

  3. Hallo Nathansbraten!

    Ich bin zwar auch gegen die VDS und den Überwachungswahn unserer Politiker, aber in einem solchen Fall sollte man schon eine entsprechende Regelung finden!

    Zur VDS sage ich nur soviel:

    Anders Behring Breivik hat geschossen und unser Überwachungsminister Friedrich sofort nach der VDS geschrien. Dumm nur, daß zu dem Zeitpunkt in Norwegen die VDS bereits realisiert war und doch nichts gebracht hat, die Toten stehen garantiert nicht mehr auf!

    In meinen Augen sind die 7 Tage genug, nur müßten unsere Herren bei der Kripo und so halt mal ihren Ar*** bewegen und schneller reagieren. Bei einfachen Busgeldern geht das doch auch innerhalb von kürzester Zeit, warum also nicht bei solchen Fällen??

    Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  4. Zumindest sollte es in einem solchen Fall zulässig sein alle Daten zu sichern und vor der Löschung zu schützen. Generell würde ich mir wünschen, dass wir als Betreiber einer Webseite irgendwo neben den Pflichten (auf das Thema Datenschutz bezogen) auch ein paar Rechte eingeräumt bekommen um unsere Interessen und vor allem geltendes Recht zu schützen.

    Einerseits ist man dazu angehalten, bzw. verpflichtet, darauf zu achten, dass unser Webangebot nicht missbraucht / für rechtswidriges gebraucht wird. Andererseits wird man aber in der Möglichkeit dies zu tun massivst eingeschränkt.

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