Mit etwas Verspätung möchte ich meine Eindrücke vom ersten VRLN Rennen hier fest halten, welches mir wirklich eine Menge Spaß gemacht hat. Der Muskelkater am folgenden Morgen bewies mir aber auch, dass es anstrengender war als gedacht! Das freie Training startete um 19:00 Uhr und mit etwas Glück was den Straßenverkehr auf dem Weg von der Arbeit, nach Hause betraf habe ich es auch recht pünktlich an den PC geschafft. Ergänzend sollte ich wohl erklären, dass man ausschließlich während des freien Trainings und im Warmup, direkt vor dem Rennen, den Server betreten darf. Im Qualifying oder während des Rennens ist dies nicht möglich.

Schnell wurden mir jetzt zwei Dinge klar. Zum einen waren hier einige wirklich schnelle Leute auf der Strecke und zum anderen hatte mein, inzwischen doch etwas betagter PC, deutliche Probleme die größere Menge Fahrzeuge zu verwalten und darzustellen. Die FPS im Spiel habe ich mir nicht ausgeben lassen, aber gefühlt muss es gerade einmal die Hälfte der normalerweise angezeigten gewesen sein. Entsprechend ungewohnt war das Fahrgefühl und entsprechend schlecht die Runden Zeiten. Der Plan sich im Qualifying erst einmal möglichst aus allem raus zu halten und zu versuchen möglichst wenig andere Fahrzeuge in der Nähe zu haben war schnell gefasst. Wie sich herausstellen sollte allerdings ziemlich umsonst.

Das Qualifying begann, ich ging auf die Strecke. Nach wenigen Metern stellte ich erfreut fest, dass mein Plan aufzugehen scheint. Kein anderes Fahrzeug zu sehen und die Framerate war deutlich besser! Leider basierte die Einsamkeit allerdings nicht auf meinem „Plan“ sondern kam durch einen Verbindungsabbruch zum Server zustande. So viel zum Thema Qualifying, von dem ich nicht einmal eine halbe Runde gesehen hatte. Jetzt hieß es also warten und im Warmup dann wieder auf den Server. Da ich keine Zeit abliefern konnte ging es in der Startaufstellung natürlich ganz nach hinten. Im Nachhinein stellte ich dann fest, dass es meine eigene Blödheit war: Ich hatte schlichtweg vergessen, dass genau um 20:0x Uhr der 24 Stunden Disconnect von der Telekom lag und ich diesen vor dem Rennen noch umlegen wollte. Egal, starten wir halt von hinten…

Im Warmup den Tank voll und noch eine gute Runde gefahren, dann ging es auch schon ins Rennen. Entgegen meiner Erwartung konnte ich auch von ganz hinten die Ampel sehr gut sehen. Leider ging das meinem Vordermann mit seinem deutlich flacheren Honda S2000 anders und so hat er den Start erst einmal verschlafen. Für mich hieß das voll in die Eisen und ein anderer Fahrer hinter mir (es waren noch mehr vom Server geflogen) nutzte die Gelegenheit seine Front in meinem Heck zu verewigen. Was solls, weiter geht es. Noch vor der ersten Kurve stand allerdings auf einmal eine enorme Rauchwolke auf der Strecke und die Baugruppen der Autos flogen uns um die Ohren. Ein Startunfall wie er im Buche steht war die Ursache. Da es um den Spaß und nicht um irgendeine Rangliste geht wurde kurzerhand entschlossen das Rennen noch einmal neu zu starten.

Der zweite Start stand an und ich hoffte, dass der S2000 vor mir diesmal besser weg kam. Dem war dann auch tatsächlich so! Mein Start war allerdings noch eine Ecke besser und ich konnte tatsächlich ein paar Plätze gut machen. Im „Taumel“ der Freude habe ich dann allerdings direkt den ersten Bremspunkt verpasst, kam zu weit aus der Haarnadelkurve nach der Start- und Zielgeraden und durfte alle gewonnen Plätze wieder abgeben. Diesmal ist der Start insgesamt sehr viel gesitteter abgelaufen und ohne Ausfälle ging es ab jetzt also richtig los. Wie erwartet fuhr ich erst einmal den schnelleren Fahrern hinterher und versuchte mich an deren Brems- und Einlenkpunkten zu orientieren. Trotzdem sorgten ein paar, wirklich dumme, Fehler dafür das ich den Anschluss verlor. Gut, Frust runter schlucken und weiter!

Das restliche Rennen war recht einsam und nachdem ich endlich wieder Ruhe rein gebracht hatte gelang es mir auch konstant und ohne Probleme meine Runden zu ziehen. Durch Ausfälle und Unfälle gelang es mir durch konstantes fahren auch noch ein paar Plätze gut zu machen und letztendlich beendete ich das Rennen auf Position 24 von 35 als letzter der noch fahrenden Autos. Kein grandioser Platz, aber mein Ziel war erreicht: Im ersten Rennen zwei Stunden ohne Ausfall durch zu kommen. Mein Fazit ist daher auch beinahe vollständige Zufriedenheit. Beim nächsten mal noch ein paar Fehler weniger und vielleicht ist dann schon mehr drin.

Wer sich das ganze Ergebnis in Zahlen ansehen will, dem kann ich den folgenden Link empfehlen: rFactor Report

Wenn jemand Interesse hat auch einmal dabei zu sein, der sollte sich die Seiten des Virtual Racing e.V. ansehen. Den Link gibt es rechts in der Blogroll.