Nathansbratens Blog

Bloggen zwischen Tür und Angel

Geld haben oder nicht haben

Es gibt ja, wie der ein oder andere schon gemerkt haben dürfte, viele Dinge die mich maßlos aufregen. Besonders Spaß macht mir aber aktuell folgende Geschichte: Vor knapp zwei Monaten stellte ich bei einem Blick ins Online Banking fest, dass auf einer alten Sparanlage (die eigentlich gar nicht mehr genutzt wird) etwas über 300 Euro angegeben wurden die dort nicht hin gehörten. Ein Blick auf die Transaktionen dieser Sparanlage wies eine Überweisung von einem Unternehmen auf, von dem ich im ganzen Leben noch nichts gehört hatte.

Tja, was mache ich also jetzt? Schließlich gehört mir das Geld ja nicht und entsprechend kann es nicht da bleiben wo es ist. Eine Befragung der großen Suchmaschine ergab das selbe Bild. Empfohlen wird überall die eigene Bank über den Sachverhalt zu informieren. Gelesen, getan. Man versicherte mir telefonisch (obwohl ich explizit darum gebeten hatte bitte per E-Mail zu antworten, da ich auf der Arbeit nicht privat telefonieren möchte), dass sich darum gekümmert wird.

Die Tage zogen ins Land, und schließlich wurde mir das ganze zu bunt. Also habe ich noch einmal nachgefragt wie denn der Stand der Dinge ist. Das Ergebnis war eine E-Mail (Hey, geht doch!) in der man mit mitteilte, dass man das Unternehmen informiert hat aber bisher keine Rückmeldung kam. Man ging also davon aus, dass das Unternehmen sich einfach direkt mit mir in Verbindung gesetzt hat. Noch als kleine Information am Rande: Wir reden inzwischen von knapp zwei Monaten seit meiner ersten Anfrage. Und das Geld lag weiterhin unverändert auf dem Sparbuch. Außerdem empfehle man mir doch einfach selbst Kontakt zu besagtem Unternehmen aufzunehmen oder abzuwarten ob noch etwas passiert.

Nur um das mal zusammen zu fassen: Irgendwer überweist mir durch irgendeinen Irrtum Geld auf ein uraltes Sparkonto und ich darf jetzt allen hinterher rennen um die Kohle, welche ich natürlich dankend entgegen nehmen würde, wieder los zu werden? Aber das soll ja nicht reichen. Das Unternehmen ist inzwischen auch noch insolvent… Gut, wer sein Geld einfach mal an irgendwelche Leute verschickt hat es wahrscheinlich nicht anders verdient. An den Insolvenzverwalter, der ja eigentlich jetzt der Ansprechpartner sein sollte, kommt man allerdings nicht heran und im Support des Unternehmens fühlt sich anscheinend auch niemand genötigt auf meine Anfragen zu reagieren.

Ich bin wirklich gespannt wie lange es noch dauert bis sich in dieser Geschichte mal irgendwas bewegt. Langsam platzt mir nämlich die Hutschnur und ich habe keine Lust mehr hier den Hampelmann zu spielen weil jemand anderes seine Buchhaltung nicht im Griff hat.

4 Kommentare

  1. Oh, das war ich… schick mir die 300,- bitte.

    Danke und lg
    GuSe

  2. Ha! Also wenn es darum ginge was ich gerne machen würde… Mein doch sehr betagter Rechner braucht dringend neue Hardware. Aber leider darf ich das Geld ja nur anschauen und warten.

  3. Es heisst doch „einem geschenkten gaul…“ naja, du weisst worauf ich hinaus will… ;)

  4. Dummerweise hat, wenn ich das richtig verstanden habe, der Absender des Geldes jetzt aber 3 Jahre Zeit sich zu melden und ich bin verpflichtet ihn zu kontaktieren um darauf hinzuweisen, dass das Geld falsch überwiesen wurde. Wenn ich es jetzt ausgebe, müsste ich es später also dennoch zurück geben. Wäre also eher ein Darlehen ^^

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