Das Hobby zum Beruf machen

Wie ich schon im letzten Blogeintrag erwähnt habe wird sich 2014 einiges verändern. Damit ist nicht nur Nathansbratens Blog an sich gemeint, sondern primär meine berufliche Situation. Vor fünf Jahren habe ich den Schritt gewagt und mich in das Abenteuer Community Management bzw. Kundenbetreuung gewagt. Heute muss ich sagen, dass ich es nicht noch einmal machen würde. Sicherlich gibt es viele schöne Momente und abseits des eigentlichen Berufs lernt man unzählige, interessante und freundliche Persönlichkeiten kennen. Dennoch nagen die Kritik und die mitunter harschen bis beleidigenden Worte der Kundschaft irgendwo an einem und ich kann zufrieden sagen: Es war schön, aber es ist auch genug.

Entsprechend freute es mich umso mehr als man mir die Gelegenheit bot mein Hobby, die Webentwicklung, auch beruflich auszuüben und es dauerte nicht lange bis die Entscheidung gefallen war genau dies zu tun. So darf ich mich in Zukunft nicht mehr als Community Manager sondern als Softwareentwickler bezeichnen. Natürlich bedeutet dies neue Herausforderungen und diese wollen erst einmal gemeistert werden. Aber ich gehe mit großer Zuversicht in mein neues Arbeitsumfeld und freue mich wie ein kleines Kind endlich den Job zu haben den ich immer haben wollte.

Auf diesem Wege auch noch einmal ein Danke an alle Kollegen für die letzten fünf, sicherlich nicht immer einfachen, Jahre. Alles gute für Euch und lasst Euch nicht unter kriegen!

Viel neues 2014

Mit einiger Verspätung ist auch mein Blog im Jahre 2014 angekommen und wurde prompt noch einmal mit einem neuen Theme versehen. Unabhängig von Theme oder Blog steht allerdings viel mehr neues ins Haus und so beginnt dieses Jahr wie schon das letzte endete mit einer Menge Stress. Wobei ich mich nicht beschweren möchte, denn Stress muss nicht unbedingt etwas negatives sein. Viel mehr eröffnet das Ergebnis der Arbeit neue Möglichkeiten und auf lange Sicht mehr Zufriedenheit. Worum es genau geht möchte ich allerdings erst später im Detail erläutern wenn eben genau dieses Ergebnis fertiggestellt ist.

Aber was wäre ein neues Jahr ohne gute Vorsätze? So habe ich für mich persönlich beschlossen die Seite nicht ganz verkommen zu lassen und weiterhin die Tastatur ab zu nutzen. Kurzum: Es soll wieder mehr passieren auf Nathansbratens Blog, auch wenn die Themen teilweise nicht ganz dem entsprechen wie bisher. So wird es weniger privat und stattdessen etwas technischer zur Sache gehen. In den letzten Monaten habe ich in meiner Freizeit viele neue Technologien aus dem Bereich der Webentwicklung ausprobieren können und hoffe den ein oder anderen (für das entsprechende Publikum) spannenden Artikel zu diesen verfassen zu können.

Auch sind zwei private (und nicht zeitlich limitierte) Projekte an den Start gegangen anhand derer ich genau diese Technologien besser erlernen möchte. Zum einen ist dies Simfra und zum anderen Simblo. Simfra wird ein MVC Framework werden mit dessen Hilfe Simblo als WordPress alternative für dieses Blog entwickelt werden wird. Da es keine zeitliche Begrenzung gibt kann es dabei immer wieder zu Designänderungen oder Pausen in der Entwicklung kommen aber ich brauche einfach mal wieder eine Anwendung an der ich gezielt arbeiten kann.

Stromausfall – CPU Fan Error

Der absolute Höhepunkt des Arbeitstages bisher ist sicherlich der vor ~3 Stunden geschehene Stromausfall. Einmal reicht nicht, daher flog die Sicherung natürlich direkt noch einmal nachdem gerade alles wieder lief. Apropros nachdem alles wieder lief: Einer unserer lokalen Entwicklungsserver tat dies nicht. Also ab zum Rack, Monitor dran und siehe da: CPU Fan Error. Einmal kräftig schlucken (immerhin hat es ca. eine Stunde gedauert bis mir jemand sagte, dass die Kiste noch nicht wieder im Netz war) und ab ins BIOS. Dort wurden mir dann auch muntere 89°C CPU Temperatur angezeigt und es blieb nicht mehr als schnell den Netzstecker zu ziehen. Kurz unsere Systemadministration informiert was los ist und schon ging es raus mit dem (mir von der Hardware her unbekannten) Server.

Was ich dann im inneren vorgefunden habe war der für mich bisher kurioseste Grund für die Fehlermeldung CPU Fan Error überhaupt. Das mal ein Kabel im Lüfter klemmt kann passieren. Das so ein standard Boxed CPU Kühler nicht unbedingt die tollsten und stabilsten Lüfter hat ist auch kein Thema. Aber hier war anscheinend alles anders wie auf folgendem Bild zu erkennen ist:

CPU Fan Error
Mäuse im Serverraum?

Der Lüfter war nicht etwa wegen der oben genannten Gründe ausgefallen. Er hat es geschafft eisern weiter zu laufen OBWOHL da was im Weg war und nach X Jahren Laufzeit (es müssten ca. 3 bis 4 sein) war jetzt am Ende eine Zuleitung zum Mainboard komplett durchgescheuert und führte entsprechend keinen Strom mehr. Ich habe echt schon viel defekte Hardware gesehen, aber ein CPU Lüfter der es noch geschafft hat den Strom zum Board vollständig zu kappen bevor er aufgibt: Respekt!

Back in black

Nun ja, nicht ganz… das muss ich zugeben. Aber ich konnte das alte Theme einfach nicht mehr ertragen und daher musste es weichen. Die neue Variante ist minimal Farbenfroher und mit weniger Arbeit verbunden. Ob es so bleibt? Wer mich kennt weiß genau, dass ich das nie zu 100% sagen kann.

VRLN Rennbericht

Mit etwas Verspätung möchte ich meine Eindrücke vom ersten VRLN Rennen hier fest halten, welches mir wirklich eine Menge Spaß gemacht hat. Der Muskelkater am folgenden Morgen bewies mir aber auch, dass es anstrengender war als gedacht! Das freie Training startete um 19:00 Uhr und mit etwas Glück was den Straßenverkehr auf dem Weg von der Arbeit, nach Hause betraf habe ich es auch recht pünktlich an den PC geschafft. Ergänzend sollte ich wohl erklären, dass man ausschließlich während des freien Trainings und im Warmup, direkt vor dem Rennen, den Server betreten darf. Im Qualifying oder während des Rennens ist dies nicht möglich.

Schnell wurden mir jetzt zwei Dinge klar. Zum einen waren hier einige wirklich schnelle Leute auf der Strecke und zum anderen hatte mein, inzwischen doch etwas betagter PC, deutliche Probleme die größere Menge Fahrzeuge zu verwalten und darzustellen. Die FPS im Spiel habe ich mir nicht ausgeben lassen, aber gefühlt muss es gerade einmal die Hälfte der normalerweise angezeigten gewesen sein. Entsprechend ungewohnt war das Fahrgefühl und entsprechend schlecht die Runden Zeiten. Der Plan sich im Qualifying erst einmal möglichst aus allem raus zu halten und zu versuchen möglichst wenig andere Fahrzeuge in der Nähe zu haben war schnell gefasst. Wie sich herausstellen sollte allerdings ziemlich umsonst.

Das Qualifying begann, ich ging auf die Strecke. Nach wenigen Metern stellte ich erfreut fest, dass mein Plan aufzugehen scheint. Kein anderes Fahrzeug zu sehen und die Framerate war deutlich besser! Leider basierte die Einsamkeit allerdings nicht auf meinem “Plan” sondern kam durch einen Verbindungsabbruch zum Server zustande. So viel zum Thema Qualifying, von dem ich nicht einmal eine halbe Runde gesehen hatte. Jetzt hieß es also warten und im Warmup dann wieder auf den Server. Da ich keine Zeit abliefern konnte ging es in der Startaufstellung natürlich ganz nach hinten. Im Nachhinein stellte ich dann fest, dass es meine eigene Blödheit war: Ich hatte schlichtweg vergessen, dass genau um 20:0x Uhr der 24 Stunden Disconnect von der Telekom lag und ich diesen vor dem Rennen noch umlegen wollte. Egal, starten wir halt von hinten…

Im Warmup den Tank voll und noch eine gute Runde gefahren, dann ging es auch schon ins Rennen. Entgegen meiner Erwartung konnte ich auch von ganz hinten die Ampel sehr gut sehen. Leider ging das meinem Vordermann mit seinem deutlich flacheren Honda S2000 anders und so hat er den Start erst einmal verschlafen. Für mich hieß das voll in die Eisen und ein anderer Fahrer hinter mir (es waren noch mehr vom Server geflogen) nutzte die Gelegenheit seine Front in meinem Heck zu verewigen. Was solls, weiter geht es. Noch vor der ersten Kurve stand allerdings auf einmal eine enorme Rauchwolke auf der Strecke und die Baugruppen der Autos flogen uns um die Ohren. Ein Startunfall wie er im Buche steht war die Ursache. Da es um den Spaß und nicht um irgendeine Rangliste geht wurde kurzerhand entschlossen das Rennen noch einmal neu zu starten.

Der zweite Start stand an und ich hoffte, dass der S2000 vor mir diesmal besser weg kam. Dem war dann auch tatsächlich so! Mein Start war allerdings noch eine Ecke besser und ich konnte tatsächlich ein paar Plätze gut machen. Im “Taumel” der Freude habe ich dann allerdings direkt den ersten Bremspunkt verpasst, kam zu weit aus der Haarnadelkurve nach der Start- und Zielgeraden und durfte alle gewonnen Plätze wieder abgeben. Diesmal ist der Start insgesamt sehr viel gesitteter abgelaufen und ohne Ausfälle ging es ab jetzt also richtig los. Wie erwartet fuhr ich erst einmal den schnelleren Fahrern hinterher und versuchte mich an deren Brems- und Einlenkpunkten zu orientieren. Trotzdem sorgten ein paar, wirklich dumme, Fehler dafür das ich den Anschluss verlor. Gut, Frust runter schlucken und weiter!

Das restliche Rennen war recht einsam und nachdem ich endlich wieder Ruhe rein gebracht hatte gelang es mir auch konstant und ohne Probleme meine Runden zu ziehen. Durch Ausfälle und Unfälle gelang es mir durch konstantes fahren auch noch ein paar Plätze gut zu machen und letztendlich beendete ich das Rennen auf Position 24 von 35 als letzter der noch fahrenden Autos. Kein grandioser Platz, aber mein Ziel war erreicht: Im ersten Rennen zwei Stunden ohne Ausfall durch zu kommen. Mein Fazit ist daher auch beinahe vollständige Zufriedenheit. Beim nächsten mal noch ein paar Fehler weniger und vielleicht ist dann schon mehr drin.

Wer sich das ganze Ergebnis in Zahlen ansehen will, dem kann ich den folgenden Link empfehlen: rFactor Report

Wenn jemand Interesse hat auch einmal dabei zu sein, der sollte sich die Seiten des Virtual Racing e.V. ansehen. Den Link gibt es rechts in der Blogroll.

Geld haben oder nicht haben

Es gibt ja, wie der ein oder andere schon gemerkt haben dürfte, viele Dinge die mich maßlos aufregen. Besonders Spaß macht mir aber aktuell folgende Geschichte: Vor knapp zwei Monaten stellte ich bei einem Blick ins Online Banking fest, dass auf einer alten Sparanlage (die eigentlich gar nicht mehr genutzt wird) etwas über 300 Euro angegeben wurden die dort nicht hin gehörten. Ein Blick auf die Transaktionen dieser Sparanlage wies eine Überweisung von einem Unternehmen auf, von dem ich im ganzen Leben noch nichts gehört hatte.

Tja, was mache ich also jetzt? Schließlich gehört mir das Geld ja nicht und entsprechend kann es nicht da bleiben wo es ist. Eine Befragung der großen Suchmaschine ergab das selbe Bild. Empfohlen wird überall die eigene Bank über den Sachverhalt zu informieren. Gelesen, getan. Man versicherte mir telefonisch (obwohl ich explizit darum gebeten hatte bitte per E-Mail zu antworten, da ich auf der Arbeit nicht privat telefonieren möchte), dass sich darum gekümmert wird.

Die Tage zogen ins Land, und schließlich wurde mir das ganze zu bunt. Also habe ich noch einmal nachgefragt wie denn der Stand der Dinge ist. Das Ergebnis war eine E-Mail (Hey, geht doch!) in der man mit mitteilte, dass man das Unternehmen informiert hat aber bisher keine Rückmeldung kam. Man ging also davon aus, dass das Unternehmen sich einfach direkt mit mir in Verbindung gesetzt hat. Noch als kleine Information am Rande: Wir reden inzwischen von knapp zwei Monaten seit meiner ersten Anfrage. Und das Geld lag weiterhin unverändert auf dem Sparbuch. Außerdem empfehle man mir doch einfach selbst Kontakt zu besagtem Unternehmen aufzunehmen oder abzuwarten ob noch etwas passiert.

Nur um das mal zusammen zu fassen: Irgendwer überweist mir durch irgendeinen Irrtum Geld auf ein uraltes Sparkonto und ich darf jetzt allen hinterher rennen um die Kohle, welche ich natürlich dankend entgegen nehmen würde, wieder los zu werden? Aber das soll ja nicht reichen. Das Unternehmen ist inzwischen auch noch insolvent… Gut, wer sein Geld einfach mal an irgendwelche Leute verschickt hat es wahrscheinlich nicht anders verdient. An den Insolvenzverwalter, der ja eigentlich jetzt der Ansprechpartner sein sollte, kommt man allerdings nicht heran und im Support des Unternehmens fühlt sich anscheinend auch niemand genötigt auf meine Anfragen zu reagieren.

Ich bin wirklich gespannt wie lange es noch dauert bis sich in dieser Geschichte mal irgendwas bewegt. Langsam platzt mir nämlich die Hutschnur und ich habe keine Lust mehr hier den Hampelmann zu spielen weil jemand anderes seine Buchhaltung nicht im Griff hat.